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FREIZEIT: Auf Friedrichs Pfaden über Gleise PDF Drucken E-Mail

Verein will beide Areale des ehemaligen Jagdgebietes im Wildpark wieder verbinden

aus MAZ vom 20.02.2009 von Sebastian Scholze

 

POTSDAM / WILDPARK - Noch steht das Projekt ganz am Anfang, doch 2012 "zum 300. Geburtstag des Königs" könnte es soweit sein. Dann könnte man wieder auf den Pfaden wandeln, auf denen sich Friedrich II. dereinst bequem kutschieren ließ. Allerdings ohne von den Schienen der Deutschen Bahn zu Umwegen gezwungen zu werden.

Der Verein Wildpark e.V. will eine Brücke errichten, die über die Gleise hinüberführt. Auf diese Weise wären die Wege durchs einstige Jagdgebiet der Hohenzollern wieder in ihrer ursprünglichen Form erlebbar. Gestern wurde das Projekt vorgestellt.

Insgesamt etwas mehr als 45 Meter soll die Brücke zwischen aufgeworfenen Bahndämmen überwinden. Planer Dirk Hottelmann, der die Holzbrücke nach der Idee eines Diplomanden entwarf, sagte: "Die Dreifeld-Fachwerkbrücke wurde vom Verein wegen ihrer Optik ausgewählt. Außerdem ist die Holzkonstruktion wirtschaftlich." Denn natürlich müssen auch die Finanzen bedacht werden. Immerhin soll das Bauwerk 400 000 Euro kosten. Zwar hat der Vereinsvorsitzende Olaf Riecke schon einige kleinere Spenden, unter anderem auch während der gestrigen Pressekonferenz, entgegennehmen können. "Aber wir wollen uns jetzt auf die Suche nach Sponsoren machen", sagte Riecke. "Vielleicht gibt es auch den einen oder anderen Fördertopf, den wir dafür anzapfen können."

Die Brücke würde nach aktuellem Stand auf dem Gelände der Bahn AG entstehen. Laut Riecke sei die mit den Planungen einverstanden. Der Konzern könne sich vorstellen, die Brücke zehn Jahre lang zu betreiben. Einen finanziellen Beitrag zur Errichtungen hätten Bahn-Vertreter in ersten Gesprächen aber ausgeschlossen, so Riecke. Für die Tiere des Wildparks wird die Querung keinen Nutzen haben. "Eine echte Wildbrücke müsste wenigstens 20 Meter breit sein", sagte Revierförster Werner Eichhoff. "So eine Brücke könnte man kaum bezahlen." Jährlich registrieren die Förster an dieser Stelle etwa 15 Zusammenstöße zwischen Waldtieren und Zügen.

 

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