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Jagdgeschichte des Wildparks PDF Drucken E-Mail

Seit dem 17. Jahrhundert war das große Wildparkgebiet zwischen Potsdam und Geltow, die Pirschheide, ein traditionelles Wald- und Jagdgebiet für den Kurfürsten bzw. ab 1701 die preussischen Könige. Erst zu Beginn der Regierungszeit Friedrich Wilhelm IV. entstand der eingezäunte Wildpark, speziell für Rot- und Damwild. Als ein Wildfütterer im Wildpark durch einen weißen Edelhirsch, der von der Pfaueninsel stammte, getötet wurde, erschien der König am 05.05.1843 mit Gefolge und tötete den Sünder mit mehreren Schüssen. Es war der erste weiße Hirsch, der im Wildpark durch Seine Majestät erlegt wurde. Jahre später bei reichem Wildbestand erlegte Kaiser Wilhelm I. am 11.08.1884 einen weißen Edelhirsch mit zwölf Enden; das belegt der kleine Jagdgedenkstein Nord.

Durch intensive Fütterung und Betreuung des Wildes wurde stets ein großer Wildbestand gehalten. Bis zu 450 Stück Rotwild und 30 Stück Damwild gab es im Wildpark. Jahrzehntelang wurde die Hofküche mit Wildbret von Rot- und Damwild reichlich beliefert. Den letzten weißen Edelhirsch im Wildpark erlegte Kaiser Friedrich III. am 16.11.1885 westlich des Kellerbergs. Der Jagdgedenkstein Süd bestätigt dieses seltene Ereignis. Die attraktiven weißen Edelhirsche gab es im Wildpark von 1842 bis 1885. Erlegt wurden die weißen Hirsche zumeist durch Seine Majestät persönlich. Auch der letzte Kaiser Wilhelm II. war gelegentlich als Hirschjäger, jedoch auf der Rothirschjagd, tätig. Die vielen Hirschtrophäen des Wildparks wurden an den Außenfassaden der drei Forsttorhäuser und der Wildmeisterei zur Schau gestellt. Auf alten Fotos sind die Bauwerke mit vielen Hirschtrophäen geschmückt.

Bemerkenswert ist, dass ab 1842 König Friedrich Wilhelm IV. und alle drei Kaiser im umzäunten Jagdrevier Wildpark die Jagd ausübten. Somit ist erwiesen, dass im attraktiven Jagdrevier Wildpark alle drei kaiserlichen Majestäten sich aktiv als Jäger betätigten und das Waidwerk förderten. Neben dem Wildpark waren die bekannten herrschaftlichen Jagdreviere Schorfheide und Letzlinger Heide turnusmäßig Aufenthaltsorte der Landesherren. Auch dort zeugen mehrere Jagdgedenksteine von edlen Rothirschen, die der letzte Kaiser erlegte.

Zur Verschönerung des herrschaftlichen Jagdgebietes dienten auch die von Christian Daniel Rauch geschaffenen Bronzehirsche am Nordtor. Die Rote Armee verschleppte 1945 die Bronzehirsche als Beutekunst und lagerte sie abgeschirmt im Wünsdorfer Militärgelände. Zur Wiederaufstellung der Bronzehirsche im Wildpark sind Verhandlungen im Gange.

Nach 1945 wurde der Wildparkzaun beseitigt und der gehegte Wildbestand aufgelöst. Der Wildpark wurde in Volkseigentum Überführt und die Jagd Jagdgesellschaften übertragen.
Nach der Wende wurde das Wildparkareal Landeseigentum. Die Jagd und Wildhege üben jetzt Jagdpächter waidmännisch aus. Dominierend ist seit Jahren das Schwarzwild.

 

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